Die Voice User Interface Design Strategie

voice apps vui Jul 28, 2020

 

Bei jeder guten Voice App steckt ein gutes Voice User Interface Design dahinter. Aber warum ist das überhaupt so wichtig?

In der Regel ist bei der Nutzung von Sprachassistenten keine visuelle Hilfe verfügbar, d.h. Nutzer sind vollkommen vom Gehörten abhängig um Entscheidungen zu treffen. Sie müssen in jedem Schritt nachvollziehen können, was passiert und was sie im nächsten Moment sagen können. Das heißt, man kann sie nicht einfach mit 10 Möglichkeiten konfrontieren, bis diese alle aufgelistet sind, wurden die ersten 7 bereits wieder vergessen.

 

Kann ich meinen Use Case überhaupt gut über Voice abbilden?

Im ersten Schritt bei der Erstellung einer Voice App solltest du dir also erst einmal Gedanken darüber machen, ob für den Anwendungsfall eine Voice App überhaupt sinnvoll ist und ob du alles darüber abbilden kannst bzw. willst. Ein krasses Beispiel wäre der Vergleich Auto kaufen über Voice oder eine Probefahrt mit einem Auto buchen. Ersteres ist sicherlich nicht dafür geeignet, über Voice zu tätigen. Dein potenzieller Käufer hat da viel zu viele Fragen und möchte sich nicht auf eine Audiobeschreibung verlassen. Bei der Probefahrt hingegen besteht ein ganz simpler Use Case. Du fragst, ob die Person eine Probefahrt bei dir buchen möchte, lässt sie vielleicht noch das Modell auswählen und den Zeitpunkt. Einfach und schnell und perfekt für Voice geeignet!

 

Visualisiere den Weg des Nutzers

Wenn du nun sicher bist, dass deine Idee gut auf Sprachassistenten umzusetzen ist, kannst du damit anfangen, ein Skript oder besser noch ein Flow Chart zu erstellen, welches den Weg des Nutzers visualisiert. Dabei ist vor allem wichtig, nicht nur den Happy Path, also den optimalen Weg, den du dir überlegt hast, zu zeichnen, sondern auch die Punkte, an denen der Nutzer nicht mehr weiter weiß oder einen anderen Weg wählen möchte.

 

Achte auf Abwechslung und einfache Auswahl

Wenn du nun die verschiedenen Wege für deinen Nutzer aufgezeichnet hast, kannst du dich an die Feinheiten deiner App machen. Also überlege dir, was Alexa oder der Google Assistant in den einzelnen Momenten sagen, sodass es zu einem angenehmen Erlebnis wird. Dabei ist besonders wichtig, auf Abwechslung der Antworten oder Rückfragen des Sprachassistenten zu achten. Wenn jemand 3 mal hintereinander genau dieselbe Frage gestellt bekommt, ist er oder sie schnell genervt. Besser, du überlegst dir ein paar alternative Fragen und verdeutliche auch gerne nochmal, welche Antwortmöglichkeiten gegeben sind. 

Bezüglich der Antwortmöglichkeiten solltest du auch darauf achten, dass du immer nur maximal 3 Stück zur Auswahl anbietest um deine Nutzer nicht zu überfordern. Denke immer daran, dass sie in den meisten Fällen nicht nochmal nachlesen können, was sie sagen sollen! 

 

Testen, testen, testen...

Schon bevor du deine Voice App erstellst, solltest du dein Skript mit einer anderen Person durchgehen und testen, ob alles so verständlich ist. Du kannst da genauso wie bei einem Theaterstück rangehen, welches ihr gemeinsam probt. Eine Person ist der Voice Assistant, die andere Person der Nutzer. Damit merkt ihr ganz schnell, wo es für Nutzer zu Verständnisfragen kommen könnte und wo Nutzer überfordert sind. 

Hast du die App erstellt, lasse auch diese vor Veröffentlichung von verschiedenen Freunden und Bekannten auf ihren Geräten testen, um dir so viel Feedback wie möglich einzuholen und eventuelle Bugs zu fixen.

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